Stärkung von Selbstbehauptung und Demokratieverständnis: Achtklässler des Friedrich-Wöhler-Gymnasiums im Kampfsportstudio
Demokratiebildung ist von grundlegender Bedeutung für ein friedliches und respektvolles Miteinander in unserer Gesellschaft. Um diese wichtigen Werte nicht nur im Unterricht, sondern auch durch praktische Erfahrungen zu vermitteln, haben alle 8. Klassen des Friedrich-Wöhler-Gymnasiums Singen in der vergangenen Woche an besonderen Workshops teilgenommen.
Emelie Rudi
Im Rahmen eines außerschulischen Lernangebots besuchten die Schüler:innen das Kampfsportstudio MT Kombat Sports in Gottmadingen. Dort erhielten sie jeweils 1,5 Stunden lang altersgerechte Einblicke in Selbstverteidigungs- und Kampfsportübungen. Unter professioneller Anleitung lernten die Jugendlichen grundlegende Techniken kennen, die nicht auf Aggression, sondern auf Selbstschutz, Körperkontrolle und Achtsamkeit ausgerichtet sind. „Mir hat es sehr gefallen, dass wir mal eine andere Sicht von Selbstverteidigung und Boxen gelernt haben“, kommentierte Emelie Rudi aus der 8e das Erlebnis.
Lena Grambach
Durch Partnerübungen und gemeinsame Reflexionen wurde deutlich, dass Kampfsport nicht mit Gewalt gleichzusetzen ist, sondern vielmehr Disziplin, Vertrauen und Rücksichtnahme fördert. Genau jener Perspektivwechsel überzeugte Lena Grambach, 8e, besonders: „Ich fand es cool, dass man mit einem Partner die unterschiedlichen Sichtweisen auf Situationen ausprobieren konnte.“
Antonio Barbuto
Die Schüler:innen lernten nicht nur neue Perspektiven auf Konfliktbewältigung und den Umgang miteinander kennen. Sie erfuhren auch, dass Selbstbehauptung keine rein körperliche Angelegenheit ist. Treffend beschrieb dies Antonio Barbuto, 8e: „Die Sportart ist sehr interessant, weil du kämpfen musst, aber auch gleichzeitig mitdenken.“
Gia Migliaccio gegen Dominique Deiringer
Ermöglicht wurden die Workshops durch das Demokratiebudget des Kultusministeriums für die öffentlichen allgemeinbildenden und beruflichen Schulen. Dieses Budget verfolgt das Ziel, die Demokratiebildung auch außerhalb des regulären Unterrichts zu stärken und jungen Menschen Erfahrungsräume zu eröffnen, in denen demokratische Grundwerte praktisch erlebbar werden. Die Workshops im Kampfsportstudio boten hierfür einen passenden Rahmen: Die Schüler:innen konnten erleben, wie Fairness, Respekt und Verantwortungsbewusstsein im gemeinsamen Handeln konkret umgesetzt werden.
Romy Riede
Neben den erlernten Inhalten wurde auch der Umgang der Leiter:innen mit den Jugendlichen sehr geschätzt. So lobte Romy Riede, 8e: „Ich fand, es hat mega Spaß gemacht und man hat auch wirklich etwas gelernt. Außerdem fand ich, dass die Trainer das richtig gut gestaltet haben.“ Die Rückmeldungen aus den Klassen fielen durchweg positiv aus. Auch die Lehrkräfte zeigten sich davon überzeugt, dass solche außerschulischen Angebote einen wertvollen Beitrag zur Persönlichkeitsentwicklung und zur Stärkung des sozialen Miteinanders leisten.
Mit diesen Workshops hat das Friedrich-Wöhler-Gymnasium ein gelungenes Beispiel dafür gesetzt, wie Demokratiebildung praxisnah, lebensweltorientiert und nachhaltig gestaltet werden kann.





